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Online‑Wohnungsbesichtigungen (Video‑Call, Live‑Walkthrough, 360°‑Tour) sind 2026 Alltag – besonders, wenn du nicht sofort vor Ort sein kannst, wenn das Inserat in einer anderen Stadt ist oder wenn Vermieter die Vorauswahl effizienter machen wollen. Der Vorteil: Du sparst dir unnötige Wege und bekommst schneller einen ersten Eindruck. Der Nachteil: Du kannst nicht alles „fühlen“ (Gerüche, Geräuschkulisse, Luftfeuchtigkeit, winzige Mängel). Genau deshalb brauchst du eine strukturierte Routine, die dich in 15–25 Minuten zu einer klaren Entscheidung bringt.
In diesem Guide bekommst du eine praktische Step‑by‑Step‑Checkliste: Vorbereitung (Technik, Unterlagen, Fragen), die ideale Route durch die Wohnung, die besten Fragen, typische Red Flags bei virtuellen Besichtigungen, ein seriöses Follow‑up (ohne Spam) und eine Mini‑Strategie, wie du überhaupt an mehr Online‑Termine kommst. Ziel: Nach dem Call kannst du sofort entscheiden: Ja (bewerben), Vielleicht (2 Punkte offen) oder Nein – ohne späteres Rätselraten.
Online‑Besichtigungen sind oft kurz. Wenn du erst während des Calls nach dem Exposé suchst oder am Ende merkst, dass Warmmiete und Befristung nicht passen, hast du Zeit verschenkt. Der Trick ist simpel: Du gehst mit einem Mini‑Plan rein und führst freundlich durch die wichtigsten Punkte.
Starte den Call mit einem kurzen Rahmen. Das wirkt professionell und spart Rückfragen: Erst Kosten & Vertragsmodell, dann Rundgang, am Ende nächste Schritte. Viele Anbieter mögen Struktur – weil sie selbst viele Calls am Tag haben.
„Danke für den Termin. Ich würde gern kurz strukturiert durchgehen: Warmmiete/Vertrag, dann Rundgang Raum für Raum, am Ende die nächsten Schritte. Passt das?“
Bitte um einen Rundgang in einer festen Reihenfolge. So bekommst du vergleichbare Eindrücke bei mehreren Wohnungen und kannst danach sauber abgleichen.
Bei Online‑Besichtigungen sind es oft die Details, die später teuer werden (Fenster, Feuchtigkeit, Heizung, Zustand). Lass dir diese Punkte kurz zeigen – das ist normal und wird in Deutschland häufig erwartet.
| Bereich | Zeigen lassen | Warum es zählt |
|---|---|---|
| Fenster | Rahmen/Dichtungen + kurzer Blick nach draußen | Zugluft, Lärm, Heizkosten, Privatsphäre |
| Heizung | Heizkörper/Thermostat, ggf. Gasetage/Boiler | Komfort, Nebenkosten, Wartung |
| Bad | Lüftung/Fenster, Fugen, Decke/Ecken | Schimmel-/Feuchte-Risiko |
| Küche | Anschlüsse, Herd/Spüle, Geräte, Stauraum | Zusatzkosten, Alltagstauglichkeit |
| Wände/Boden | Kratzer, Feuchtigkeit, Unebenheiten, Übergänge | Renovierung, Kaution-Risiko |
| Internet | Router-Standort/Anschlüsse (DSL/Kabel/Glasfaser) | Homeoffice, Stabilität, Kosten |
Stell lieber wenige, aber starke Fragen. Viele Vermieter entscheiden unbewusst auch danach, ob du „einfach“ wirkst: freundlich, klar, gut vorbereitet. Diese Fragen liefern die wichtigsten Antworten – ohne wie ein Verhör zu wirken.
„Was brauchen Sie von mir für den nächsten Schritt?“ – so bekommst du die Anforderungen direkt und kannst schneller liefern.
Viele Probleme entstehen nicht in der Wohnung, sondern drum herum: Baustellen, laute Straße, Kneipenmeile, Innenhof‑Echo. Du kannst online erstaunlich viel herausfinden – und im Call gezielt verifizieren.
Wenn du dich nach dem Call noch unsicher fühlst, ist ein zweiter Mini‑Call (5 Minuten) oft möglich: „Könnten Sie mir noch einmal kurz das Schlafzimmerfenster zeigen?“ Das ist besser, als monatelang in einer lauten Wohnung zu landen.
Wenn du Homeoffice machst, ist „ruhig“ kein Nice-to-have. Bitte aktiv um den Fenster- und Hörtest – das ist normal und wirkt seriös.
Bei Online‑Terminen ist das Scam‑Risiko etwas höher, weil du weniger physische Ankerpunkte hast. Diese Warnsignale solltest du ernst nehmen:
Direkt nach dem Call ist der beste Moment für eine Entscheidung. Wenn du wartest, vermischen sich Eindrücke. Nutze diese Matrix:
| Entscheidung | Wenn… | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Ja | Preis/Vertrag passt, Zustand ok, keine Red Flags | Follow‑up sofort + Unterlagen anbieten |
| Vielleicht | 2 offene Punkte (z. B. Warmmiete unklar, Befristung) | 2 Fragen schriftlich klären, dann entscheiden |
| Nein | Wichtige Punkte passen nicht oder Red Flags | Höflich absagen oder einfach weiter suchen |
Wenn du Interesse hast, melde dich am besten noch am selben Tag. Der Text sollte drei Dinge tun: Dank + klares Interesse + nächste Handlung (Unterlagen/Termin). Hier sind Vorlagen, die sich in der Praxis bewährt haben.
Vielen Dank für die Online‑Besichtigung. Die Wohnung passt sehr gut zu mir/uns. Ich würde sie gern anmieten. Unterlagen (SCHUFA/Bonität, Gehaltsnachweise, Selbstauskunft) kann ich sofort als 1 PDF senden. Gibt es noch etwas, das Sie benötigen?
Vielen Dank für den Termin. Mir gefällt die Wohnung sehr. Zwei kurze Fragen hätte ich noch: (1) Ist die Warmmiete inkl. Heizung? (2) Ist der Vertrag befristet oder unbefristet? Danach kann ich die Unterlagen sofort als 1 PDF senden. Telefon: [Nummer].
Hallo, kurze Nachfrage, ob die Wohnung noch verfügbar ist. Unterlagen kann ich sofort als 1 PDF senden. Telefon: [Nummer]. Vielen Dank!
Viele scheitern nicht an der Besichtigung, sondern an der Verzögerung danach. Wenn du erst Tage später Unterlagen schickst, ist die Wohnung oft weg. Ideal ist eine kompakte Mappe als eine PDF, damit der Vermieter dich schnell prüfen kann – ohne E-Mail-Chaos.
Datenschutz: Ausweis meist erst auf Nachfrage. Wenn nötig, unnötige Nummern schwärzen.
Viele verlieren nicht im Call, sondern davor. Gute Inserate bekommen in Minuten Dutzende Anfragen. Deine Chance steigt, wenn du in der ersten Welle bist und professionell wirkst.
Alarm → 2‑Minuten‑Check → Vorlage senden → Termin annehmen → Call nach Route → Follow‑up + Unterlagen.
Wenn Online‑Besichtigungen deine Abkürzung sind, brauchst du vor allem eins: Tempo. BFirst - Wohnung Suche Bot hilft dir, schneller in die erste Welle zu kommen – mit Push‑Benachrichtigungen und einem strukturierten Ablauf.
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Wenn möglich, ist ein finaler Vor‑Ort‑Check ideal. Wenn das nicht geht, dokumentiere besonders sauber (Fenster, Bad, Heizung, Zustand) und lass dir wichtige Punkte schriftlich bestätigen.
Frage vorher ausdrücklich nach. Ohne Zustimmung ist das oft problematisch. Alternativ reichen Notizen und (wenn erlaubt) Screenshots.
Typisch: SCHUFA/Bonitätsnachweis, Gehaltsnachweise, Selbstauskunft – am besten als eine PDF. Ausweis meist erst auf Nachfrage.
Warmmiete inkl. Heizung, Vertragsmodell (Index/Staffel), Befristung/Möblierung und die nächsten Schritte („Was brauchen Sie von mir?“).
Online‑Besichtigungen funktionieren – wenn du strukturiert vorgehst. Mit Route, Fragenliste, Red‑Flag‑Check und einem schnellen Follow‑up kannst du virtuell genauso überzeugend auftreten wie vor Ort – und sparst dabei Zeit in einem extrem schnellen Markt.